Scene-Talk: Resident Evil 7 im Test

Kinguin und scene-talk.de haben Resident Evil 7 im Test:

"Mit “Resident Evil VII” schlug Capcom einen komplett neuen Weg ein, setzte auf Ego-Perspektive für eine bessere Immersion und deutlich mehr Horror statt Ballerei."

Das lang ersehnte Remake zum Horror-Klassiker Resident Evil 2 erscheint am 25. Januar. Es verspricht vieeele Verbesserungen: tolle Grafik, eine doppelt so lange Spieldauer als der Vorgänger, neue Areale, Over-the-Shoulder-Sicht. Zum Glück erscheint es in Deutschland genauso unzensiert, wie es zuletzt auch bei „Resident Evil 7“ der Fall war.

Scene-talk - Resident Evil 7 Gamereview:

"FRISCHZELLENKUR FÜR EIN GESCHUNDENES FRANCHISE

Erinnern wir uns erst einmal zurück. Nach “Resident Evil 4” freute sich jeder auf den fünften Teil der Reihe. Mit Spannung wurde der Releasetermin herbei gesehnt. Was am Ende dabei rum kam, war ein belangloser Shooter ohne richigen Horror. “Resident Evil 6” setzte dem ganzen die Krone auf. Als hätte “Call of Duty” und “Devil May Cry” ein Kind bekommen und es “Resident Evil 6” genannt. Bei der ersten Ankündigung zu Teil 7 aber die große Überraschung. Der Horror kehrt zurück! Zudem auch noch in first-person um die Immersion noch einmal auf die Spitze zu treiben. Plötzlich hatten sich alle wieder auf Resident Evil gefreut. Die Angst, dass Capcom dieses Spiel wieder versaut war zwar allgegenwertig, dennoch gingen die meisten davon aus, dass sie aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hatten und ja, dass haben sie. “Resident Evil VII” ist ein höllisch spannendes Horrorspiel das nicht zu einer billigen Schießbude verkommt, sondern mit Ekel, Spannung und guten Charakteren fesselt.

Im Kern geht es um Ethan, der nach Louisiana reist um seine vermisste Freundin Mia zu finden. Als er ankommt und das Haus der Bakers betritt, beginnt ein Kampf ums Überleben. Dabei windet und dreht sich die Geschichte besonders im dritten Akt um die eigene Achse. Twists werden offenbart, Charaktere bekommen deutlich mehr Hintergrund und alles wird erklärt. Leider etwas zu sehr für meinen Geschmack. Die ersten beiden Drittel sind düster und höllisch spannend. Als Ethan, geraten wir von einer missligen Lage in die nächste. Je weniger wir eigentlich wissen, desto spannender ist es und hier kommen wir nun zum ersten großen Problem von Resident Evil VII. Das Finale bzw. das letzte Drittel wirkt zu gewollt, aufgesetzt und gestreckt. Nach den großartigen ersten zwei dritteln, erwarten wir eigentlich viel mehr als eine dermaßen lieblose Auflösung. Klar, die Twists sind nicht schlecht, wirken aber zu erzwungen und deplatziert. Es möchte einfach nicht zum Rest des Spiels passen. Trotz dessen ist die Geschichte von “Resident Evil VII” in weiten Teilen aber sehr packend, höllisch düster und gut geschrieben. Währe das Ende nicht so gezwungen, dann währe “Resident Evil 7” vielleicht der best geschriebene Teil der Reihe geworden."

Die gesamte Gamereview hier. Viel Spaß beim Lesen!